From 00e8460d1c15c419499302e6ed3bf030e9553faf Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Ichthyostega Date: Mon, 6 Jul 2026 20:33:38 +0200 Subject: [PATCH] Planung und Notizen zur LAC-2026 in Maynooth / Dublin / Irland MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit Will Godfry hatte mich gebeten, den Yoshimi-Workshop gemeinsam zu machen. Zunächst hatten wir einen typischen Workshop geplant, dann aber nur 45Minuten bekommen. Die reduzierte Version war mehr eine Demo-Session. Hier auch einige Punkte zur Reisevorbereitung notiert, sowie diverse praktische Erfahrungen. Und eine Notiz zum Fazit --- FrOSCon26/FrOSCon.26.mm | 1276 ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++- 1 file changed, 1259 insertions(+), 17 deletions(-) diff --git a/FrOSCon26/FrOSCon.26.mm b/FrOSCon26/FrOSCon.26.mm index bfbd70b..5333c37 100644 --- a/FrOSCon26/FrOSCon.26.mm +++ b/FrOSCon26/FrOSCon.26.mm @@ -302,7 +302,9 @@ - + + + @@ -324,8 +326,7 @@ man setzt einen Socket auf "asynchron". Durch cleveres Polling bekommt man mit, wann die IO-Operation »ready« wird. Aber das ist readyness-semantics, not completion-semantics. Und es ist sehr limitiert, und setzt eine komplexe State-Machine im Userland vorraus

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@@ -347,8 +348,7 @@ geht am Page Cache vorbei

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@@ -372,8 +372,7 @@ Meltdown mitigations made context switching more expensive, and SSDs made the actual I/O cheaper. At some point, you're spending almost as much time context switching as you are doing actual work, and there's nothing Linux can do about it because it's all tied up in the architecture of the MMU and the processor's cache. Thus, it now makes sense to design the interface around reducing the number of context switches at all cost, instead of just assuming that the cost of doing the actual I/O will dominate.

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@@ -386,8 +385,7 @@ extended Berkeley Package Filter: ein Framework, das Code als Reaktion auf Events direkt im Kernel-Kontext ausführt

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@@ -399,8 +397,7 @@ Es wurde alsbald erheblich als Einfallstor für Exploits genutzt, da das bestehende Security-Tooling diese neuen Mechanismen überhaupt nicht »auf dem Schirm« hat. Im Jahr 2023 hat das Google-Security-Team 60% aller Linux-Exploits dem IO_URING subsystem zugeordnet. Daher ist es auf Android und ChromeOS und unter Docker in der Standard-Konfiguration deaktiviert (und hat einen schlechten Ruf unter den »Oldtimern«)

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@@ -425,8 +422,7 @@ - - + @@ -439,15 +435,12 @@ ...denn das bedeutet, da ist nichts »mainstreamiges« unterwegs, von dem ich noch nichts wüßte.

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- - @@ -459,6 +452,1235 @@ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

+ ...so daß es höher steht als das Ubuntu-Paket, aber von einem offiziellen Ubuntu-Paket der gleichen Version ersetzt würde +

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+ sonst scheitert der Build womöglich noch.... +

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+ wenn überhaupt, würde ich den Build später in einem Docker-Container wiederholen; +

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+ für die PPAs dagegen wäre mein angepaßtes Source-Paket so wie es vorliegt grade richtig (signiert, ohne Binaries) +

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+ Quellen auch kopiert; das Binary tut drüben ohne Weiteres auch... +

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+ das Trac startet nicht auf dem Laptop. Habe keine Zeit mehr zur Untersuchung. Daher meine Idee: versuchen, das aktuelle Debian-Paket in einem Ubuntu-Image gebaut zu bekommen +

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+ Explanation of the Assignment: +

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+ arrange a given MIDI file +

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+ es ist komplex und verwendet viele Effekte — und ist (wenn ich Will recht verstehe) "not really contemporary" +

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+ + + + + + + Vivaldi's Concerto in D minor for two violins and obbligato violoncello, Op.3, No.11 (RV 565) + +

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+ Ich würde natürlich nur das Präludium nehmen... +

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+ ...das war schön für mich, ist aber nicht wirklich hilfreich.... +

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  • + weil meine Instrumente eigentlich ein Sound-Matering erfordern +
  • +
  • + der Sound recht ungewohnt ist — ganz bestimmt nicht »cool« +
  • +
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+ das ist zwingend, denn unsere geplante Demo des Arrangierens soll diesen Ansatz zeigen +

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+ und entschieden wird ganz nüchtern, gemeinsam +

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+ getriggert wird es, wenn der vorherige Note-off nicht direkt mit dem nächsen Note-on aligned, aber sehr kurzzeitig davor endet. Bei mir ist das entstanden aus dem Time-Stretching der zunächst per Grid eingegebenen MIDI-Noten. Und weil Ardour immer noch nicht seine off-by-one-Probleme im Griff hat. Das müssen wir in Lumiera besser machen!!! +

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+ letzten Endes haben wir nur eine Demo gemacht, +

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+ und etwas von Lorenzo's Stück (auszugsweise) gespielt +

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+ für mein Arrangement war da gar kein Platz, was mir aber auch recht war (das wäre anders gewesen, wenn wir einen richtigen Workshop mit ausreichend Zeit gehabt hätten) +

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+ paßt nicht zum Charakter der Veranstaltung +

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+ ...und wir sind nochmal alles durchgegangen und haben unser Demo-Material ausprobiert. +

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+ ...hab ich versucht, aber in ganz München nicht mehr bekommen. Lindberg hätte es gehabt, ist aber im Konkurs. Music-Shop hatte nichts, hat auch bei der Konkurrenz in Pasing angerufen. War dann ein nettes Gespräch mit einem andern alten Musik-Hacker :-) +

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+ weiter nicht schlimm ... das passiert vielen Leuten, deshalb gibt es das in Irland in jedem "convenience store" +

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+ In dem Fall bedeutet das konkret, daß man in München bereits durch eine Sonderkontroll-Zone gelotst wird, nachdem man duch den Security-Check durch ist. Auch der Security-Check ist schon auf einer anderen Ebene. D.h. man wird hier durch die Kanäle für echtes Ausland geschleust. Dann gibt es aber überall Abkürzungen, da Irland zwar kein Schengen-Staat ist, aber letztlich doch EU. Insgesamt wurde in München meine Identität 5 mal unabhängig gecheckt. Bei der Gepäckabgabe, am Security-Check, dann im Ausreisecheck mit automatischer Biometrie-Erfassung in einer Schleuse. Danach nochmal an einem Checkpoint durch die Polizei. Und am Gate ein weiteres Mal, durch das Lufthansa-Personal. Alles sehr freundlich, aber bestimmt. +

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+ Ganz anders in Dublin. Bei der Ankunft wird man vom Terminal direkt durch die Zollstation geleitet. Das ist derzeit eine Baustelle, funktioniert aber reibungslos (man merkt sofort den andern Stil der Leute dort, gegenüber Deutschland). Einmal die Kennkarte vorzeigen, die wird kurz auf einen Scanner gelegt, und das war's ("welcome in Ireland" und tatsächlich ein freundliches Lächeln). Beim Rückflug gab es gar keine spezielle Umleitung, sondern nur den üblichen ID-Check beim Boarding. Zurück in München wird man wieder durch eine Polizeistation geleitet, kann dort aber die fast-Lane für EU-Residents nehmen. Ein strenger säuerlicher Blick von einem Beamten, Kennkarte auf einen Scanner, und ein kurzes Nicken. +

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+ Andere Leute haben wesentlich mehr Gepäckvolumen als ich. Wenn man sich an die Regeln hält (Waffen, Werkzeuge, Elektronik), dann ist es auch heute noch so wie vor 20 Jahren. Eigentlich sogar einfacher, da die Scanner besser sind. Der security-Check in München hat sich mein USB-Inteface genau angeschaut, auch erkannt was es ist. Ansonsten alles andere gemäß Anzeige am Bildschirm durchgewunken. Man kann heutzutage auch alles in eine einzige Schale kippen. Was ich immer wieder vergesse: die Taschentücher raus aus den Hosentaschen, und auch die Medikamente aus der Brusttasche. Ist aber nur ein Schmunzeln wert. Ein Detail: ich hatte eine Tube Bepanthen in einer Klarsichttüte im Rucksack. Wurde angeschaut, war OK. Besser wäre es gewesen, sich eine Klarsichttüte mit Zip-Lock zu besorgen, dann könnte man auch ein Deo und eine Zahnbürste mit dabei haben (falls man von seinem Gepäck getrennt wird). Akkus müssen allesamt nicht nur im Handgepäck-Rucksack sein, sondern direkt am Körper/Handtasche. Da achtet man drauf (wußte ich vorher). +

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+ Will hat mich noch zum Bahnhof gebracht... +

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+ Tip: die App installieren! +

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+ ...man geht in so einen »convenience store« am Block gegenüber der Connolly Station. Das ist Bahnhofs-Gegend, aber immerhin nicht direkt im Bahnhof. Im Laden kommt so ein gestresster syrischer Ladenbesitzer (allerdings: in Irland ist Jedermann viel taktvoller als hier in Deutschland), macht ein Foto mit seinem Handy, und stellt das Gepäck dann auf ein Regal direkt hinter dem Tresen. Später, beim Abholen, erkennt er einen "you want to pick up your luggage?", wuchtet die zwei Sachen raus, und das wars dann. Wenn während der Zeit jemand in meinen Rucksack "geschaut" hätte, dann hätte ich eine Beschwerde machen müssen... +

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+ Weiß nicht, ob mir eine Halle mit Schließfächern dort wirklich sympatischer wäre. Naja, hab Connolly Station eigentlich als ungefährlich empfunden. +

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+ Die Info im Internet war falsch. Die Station ist nicht an George's Quay, sondern direkt gegenüber am (sehr bekannten) Zollhaus. Alles sehr relaxed, kurzer Blick auf das Handy, daß man ein Ticket hat, niemand schaut genau hin. Der erste Bus war zu voll. Ich stand mit 20 weiteren Leuten da. Ein Mitarbeiter des Busbetreibers ist dort vor Ort. 5 Minuten später kam der nächste Bus, der war halb leer. +

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+ also gute 2 Stunden Zeit. +

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+ Ein Schalter für First, drei Schalter für Business + Ecconomy. Keine Warteschlange +

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+ Ist in Terminal-1 im obersten Stockwerk. Kurze Wartezeit in der Schlange. Alles in eine Schale, danach sortiert das System in "sofort OK" vs. "manuelle Nachkontrolle". Ich war in ersterer Kategorie. +

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+ wie üblich: die WCs direkt bei der Sicherheitskontrolle sind nicht sonderlich frequentiert, und sehr sauber. +

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+ Hab mir eine Cola gekauft, und dann mein Schmerzmittel genommen. Das war ein sehr guter Trick. Vorher, tagsüber war es noch mühsam. +

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+ Im Vergleich dazu sind die Behörden in Deutschland wirklich paranoid. +

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+ daher das übliche Spiel, ob jemand noch sein Handgepeck aufgeben möchte. Da waren aber auch Leute mit Rollkoffern. Bei mir hat niemand gefragt, und letztlich hat der Platz im Flugzeug dann auch locker gereicht +

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+ hab dann bei Smith 2 Adapter gekauft, Stück 10€. Problem gelöst. Leap Visitor Card gabs da aber nur für 1 Tag (genauso wie's ChatGPT sagte). Bin dann weiter zu Terminal-2 gelaufen. War sehr gut, daß ich mir spät nachts noch Google-Maps angeschaut habe. Merke, das ist keine Paranoia, sondern eine sehr gute Gewohnhait von mir!!! +

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+ In Terminal-2 war "Spar" etwas versteckt, ist nämlich im oberen Stock, beim Eingang zum Abflug (während WL Smith in Terminal-1 unten bei der Ankunft ist, ganz links). Leap Visitor Card dort gekauft, dann einen neuen Bus gebucht +

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+ Definitiv so: man muß die Tickets online buchen. Das geht aber auch noch vor Ort (per WLan), wenige Minuten vor Abfahrt. Visa-Debitkarte von ING und Consors hat problemlos funktioniert. Das muß man aber im Griff haben (also kein Zeitdruck! ruhige Ecke suchen, eine App verwenden, von der man sicher ist, daß die Verifikation funktioniert, wie hier, die ING-App). Was ich nicht wußte: ich hätte mir gar nicht nochmal ein Ticket kaufen müssen, mein vorher gebuchtes Ticket für den Bus 30 minuten früher, den ich versäumt habe, wegen der Geschichte mit dem Netz-Adaptor, wäre informell akzeptiert worden, weil die Leute dort "common sense" haben. +

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+ Die Busfahrt dauert ca 40 Minuten. Davon gefühlt die Hälfte durch ein endloses Tunell unter der Stadt durch. Das letzte Stück im Stadtverkehr zieht sich endlos. George's Quay ist die erste Station in der Stadt, und die nächste zu Connolly Station. Tara Street Station wäre sogar direkt daneben, aber mein Zug fuhr von Connolly. +

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+ Der Bus fährt von dort weiter den Liffy-River entlang, insges. braucht er 40 Minuten, bis er auf der anderen (nördlichen) Seite, vor dem Zoll-Gebäude wieder ankommt. Die Pläne und Angaben auf der Website sind irreführend. Für den Rückflug sollte man nicht ab George's Quay buchen, sondern gegenüber. Spielt aber in der Praxis keine Rolle. Gegenüber, beim Zoll-Gebäude ist ein Mitarbeiter der Buslinie vor Ort. Fahrgäste werden einfach nach vorhandener Kapazität mitgenommen, da die Busse tatsächlich alle 10 Minuten fahren. Wäre ich, wie gebucht, an George's Quay eingestiegen, dann wäre ich 40 Minuten durch die Stadt gezockelt. Aber der Busfahrer drüben am George's Quay hat mir das gleich gesagt. Vorher hatte ich einen Passanten angesprochen, auch der war, wie typisch in Irland, nicht betont freundlich, aber offen und gesprächig. Er hat mir gleich gesagt, wie das hier läuft, und mir dann gleich erzählt, daß er einen Freund in Deuschland hat, der jetzt nach Finnland übersiedelt, usw... Ja so sind die drauf. Kann man sich in DE gar nicht vorstellen. +

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+ Den Umständen enstprechend ist das wohl die praktischste Lösung. Man installiert eine App, bucht und bezahlt sich das kurz vorher (bei mir: am Abend vorher). Dann geht man in den jeweilgen "convenience store". +

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+ Mir persönlich, als old-Timer wäre eine Halle mit Schließfächern am Bahnhof viel sympatischer. Aber Bahnhöfe sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Wobei Irland hier einen sehr guten Eindruck hinterläßt. Aber auch das mit dem lokalen Shop ist letztlich OK, da es in Irland der normale Stil ist. In Deutschland sind solche Shops praktisch immer "zwielichtig", in Irland nicht. Außerdem hat man ja den Storage-Betreiber mit der App, und ein Foto vom Gepäck wird vorher auch gemacht, das gibt eine gewisse Sicherheit. Wobei mir klar ist, daß man im Problemfall erst mal selber sich um eine Beschwerde kümmern müßte. +

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+ ...aber, realistisch geshen, ist das für mich vorbei. Es ist besser, wenn ich nichts esse, und es ist sicherlich kein Genuß mehr, mit anderen Leuten zum Essen zu gehen, sondern ein ziemlicher Streßfaktor. Die ersten beiden Tage ging's noch relativ glatt. Und ich war froh, mich an Will dranhängen zu können, der die Gepflogenheiten besser versteht. +

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+ ...und das hab ich genossen. Jetzt weiß ich, was "black pudding" ist. +

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+ An den letzten Tagen war dieses Frühstück praktisch das einzige, was ich den ganzen Tag gegessen habe, und das war so die beste Lösung. Im Grunde ähnlich wie in Lyon, und auch dort hat sich das bewährt (auch wenn ich immer noch die andere Vorstellung im Kopf habe, daß man auf einer Reise irgendwo genußvoll und entspannt zum Essen geht, mit Leuten, bei denen man sich wohlfühlt) +

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+ das ist meine Welt. Hab praktisch den ganzen Tag dort verbracht. Mit dem ganzen sonstigen sight-seeing können die sich mal ihren Schuh aufblasen. +

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+ Das ist eine Touristen-Attraktion. War mir vorher klar. Ist aber leider auch wirklich so. Ich war praktisch die ganze Zeit nur mit meinem eigenen Hass auf diesen leeren Betrieb beschäftigt. +

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+ Warum ich aber dann doch nach Howt gefahren bin, war der Klippen-Trail, den ich auf der Karte gesehen hatte. Ich bin die zweitlängste Strecke gelaufen, 12km, rote Markierung. Damit war ich nach den ersten 45 Minuten raus aus dem Touristen-Strom. Außerdem war ich schon wohlweislich erst am späten Nachmittag, um 17:00 angekommen. Es war Sonnwend, also Sonnenuntergang kurz vor 22:00 Irischer Sommerzeit. Tatsächlich bin ich sogar früher wieder heim, um 21:00. Den schmalen Pfad über dieses eigenartige Hochland werde ich in Erinnerung behalten. Und die Möven. Ansonsten ist es dort laut, denn es liegt in der Einflugschneise vom Flughafen. Und eine Techno-Party war auch noch, vermutlich wegen Sonnwend. +

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+ Hab die Wellenlänge dieser Stadt nicht wirklich gefunden. +

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+ Hatte dafür aber auch gar keine Zeit, und keinen Grund. +

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+ Was ich gesehen habe, war eine Mitte, die keine ist. Ein Hafen, der nicht mehr zugänglich ist, sondern ein Industriegebiet. Massiver Autoverkehr. Keine U-Bahn. Enge Straßen, durch die sich auch noch diese Stockbusse durchzwängen. Massen an Touristen, für die kein Raum ist. Und massives Elend überall. Verfallende Altbauten, und moderne Architektur, die wie ein Raumschiff eingepflanzt ist, und um sich herum keinen Stadtraum schafft. +

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+ Es war der letzte Slot im Programm, und wir haben es geschafft, daß es bei uns »Musik« gab (keine "Avant-Garde" und keine Tech-Demo). Die allgemeine Stimmung war sehr erfreulich. So einige Zuhörer waren wieder sichtlich beeindruckt von den klanglichen Möglichkeiten. Einige kamen nachher noch, und haben auf dem Keyboard gespielt. +

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+ Ich hatte die ganzen Abende vorher, im Hotell geübt, und wußte schon jeden Punkt auswendig. Das hat sich bewährt. Thematisch bin ich in dieser Vorbereitung, während der Konferenz etwas »zurückgerudert«. Auch das war angemessen. Ich hatte das Gefühl, daß niemand im Publikum verärgert war, ich aber auch nichts wirklich Erhellendes gesagt habe. Was ich aber im Rückblick als gut empfinde, denn ich hatte nicht die Position für etwas Weitergehendes. +

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+ Um es nochmal zu rekapitulieren, ich wollte diesen Themenblock nicht, aber Will war es wichtig. Ich selber empfinde die Schwierigkeiten, die wir letztes Jahr hatten, als normal und keiner Rede wert. Was mich dabei nur ärgert ist, daß ausgerechnet ich diese Drecksarbeit andauernd machen muß. Aber letztlich gibt es nur mich und Will, Kristian ist berufstätig und hat Familie, und nur sporadisch mal Zeit, Jesper will sich raushalten (und nicht wieder Project-Lead werden). Und wenn man Will persönlich trifft, ist völlig klar, wer er ist, was sein Horizont ist, und was er nicht machen kann. Insofern bleibe ich einfach übrig, und wenn mir an Yoshimi weiterhin was liegt, werde ich diese Arbeit machen müssen, oder das Projekt geht vor die Säue. All das hab ich aber nicht gesagt, und ich habe es inhaltlich gut hinbekommen, stattdessen etwas Generisches zu sagen, das doch immerhin den Sachverhalt bezeichnet. Hab mich ziemlich genau an die hier skizzierte Gliederung gehalten. Weiterungen zu AI habe ich nicht ausgeführt, obwohl das das Einzige gewesen wäre, was mich daran interessiert hätte. Es ist aber auch gut so, das habe ich an der Diskussion in den vorangegangenen Tagen gemerkt. +

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+ Vom Sprechen her war es so la-la. Ich glaube, ich hab nicht mehr so viel gestottert. Daß meine Aussprache grauenhaft deutsch klingt, habe ich inzwischen einfach akzeptiert, und ignoriere es (was mir sehr hilft, mich auf die Wortwahl zu konzentrieren). Duch die Vorbereitung mußte ich nicht "nach Worten suchen". Ansonsten war mein Vortrag nach meinen eigenen Maßstäben ziemlich mittelmäßig. Es gab auch keinen Spannungsbogen (und ich hatte eigentlich nach meinem eigenen Empfinden nichts zu sagen). +

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+ Am Ende habe ich meinen Block nicht ganz zuende formuliert, da mir Will mit einem Einwurf eine Brücke zurück gebaut hat (die viel geschickter war, als das, was ich grade sagen wollte, daher habe ich sie sofort genommen) +

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+ Damit hat sich mein ursprüngliches Bauchgefühl bestätigt. Will kann nicht einmal 45 Minuten füllen, er würde nur Demo nach Demo machen. Durch die Gliederung, die wir uns vorher gmacht haben, waren wir aber eigentlich gut sortiert. Insofern bestätigt sich, warum Will mich gebeten hat, mitzumachen. Er hat nämlich jeden meiner Vorschläge gerne aufgenommen; die Zusammenarbeit war sehr konstruktv, vor allem, als wir uns persönlich abstimmen konnten, im Hotel in Maynooth. +

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+ Am Ende vom Zeit-Slot blieb etwas Luft, und so hat Will noch einen weiteren Track von sich gespielt, der aber nur noch wenig zum Thema beigetragen hat. Ich hab ihm dann signalisiert, daß es reicht, und er hat das verstanden. Da waren wir in Minute 40. Insofern konnten wir sogar noch etwas Diskussion machen. Da kam dann eine Frage zu meinem Themenblock und zur Dokumentation. Im Rückblick ärgert es mich, daß ich nicht im Stande war, das besser aufzugreifen (da hätte ich nämlich nochmal eine Brücke zur A.I. schlagen können). Aber was ich gesagt habe, war OK, und mehr wollte der Fragende ja eigentlich nicht. Ansonsten kamen noch zwei technische Detail- / Verständnisfragen, die wieder zeigen, daß viele Zuhörer nur mit CSound oder PureData experimentieren, aber nicht mit so einem typsichen "Synthie" vertraut sind (denn in dieser Hinsicht ist Zyn/Yoshimi überhaupt nicht überraschend) +

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+ Für mich war dazu essentiell, daß ich nicht bloß Zuhörer war, sondern ein Projekt vertreten habe. Bezüglich »Networking« hatte ich keine Ambitionen, hab aber auch nichts versäumt; ich habe zwei oder drei Leuten ausführlich von Lumiera erzählen können, und die schienen alle durchaus im Stande, die Tragweite zu erkennen. Allerdings war niemand da, der mich jetzt direkt etwas voranbringen würde. Hätte ich aber auch nicht erwartet, ich kenne diese Community. Möglich wäre es, aber die Community wird kleiner und kleiner, und wer noch da ist, sitzt in seiner Ecke. Ich hätte mich gefreut, etwas mehr mit Robin reden zu können. Das hat sich aber nicht ergeben, und ich habe keinerlei Interesse, da "zu drücken". Robin zeigt seinerseits kein Interesse, und fühlt sich mir gegenüber etwas unwohl, obwohl er oberflächlich immer den "alten Bekannten" begrüßt. Bemerkenswerterweise hatte Robin alles vergessen, was ich ihm in Lyon von Lumiera erzählt hatte. Er war erstaunt, zu hören, daß ich immer noch mit Lumiera weitermache. Ich komme mit ihm nicht auf die Ebene, die interessant wäre (würde mir davon aber auch nichts erwarten, da ich inzwischen ziemlich genau vestehe, wo er steht). Drei bis vier andere Leute, die ich in Lyon kennengelernt hatte, und mit denen ich gerne wieder anknüpfen wollte, waren nicht da. Insgesamt war sonst kaum jemand da, mit dem mich persönlich ein Gespräch interessiert hätte. Ich bin aber weiterhin vorsichtig, mich nicht zu aggressiv zu positionieren. Aktuell geht es mir nur darum, präsent zu sein (ich könnte auch in keine Art von Kollaboration einsteigen derzeit, weil ich meine Kräfte zusammenhalten muß, insofern bin ich froh, daß sich auch dazu keine Gelegenheit ergab). +

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+ Ohne diese Aufgabe, ein Projekt zu vertreten (und Networking zu machen), würde mich die LAC (schon seit langer Zeit) nicht hinter dem Ofen vorlocken. Die "Konzerte" sind immer gleich. Da genügt ein Termin, weil es schon schön ist, ein gut aufgebautes Ambisonics zu hören. Das zweite und drite Konzert habe ich "geschwenzt". Das war ein Glück, denn anstelle des zweiten Konzerts hatte ich Zeit, in dieser alten Universitäts-Anlage zu sein und nichts zu tun, und die Stille und Ruhe des Ortes aufzunehmen. Das war auch der Abend mit dem Gewitter und dem Regenbogen. +

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+ Insgesamt war Maynooth viel kleiner und bescheidener aufgebaut, als Lyon, was aber einfach an den dahinter stehenden Organisationen lag. Das dritte Konzert, in Dublin, wäre ein allgemeines Experimental-Konzert für elektronische Musik gewesen. Von mir aus hätte mich das nur gelangweilt, und da Will auch kein Interesse hatte, war die Konferenz sehr schnell beendet. So hatte ich Zeit für eine Wanderung zum Carton Demense, und hab so tatsächlich ein Stück von Irland gesehen. +

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+ Hinzu kommt, daß ich doch bei einer solchen Gelegenheit immer wieder merke, wie sehr ich gesundheitlich angeschlagen bin. Am vierten Tag, an dem ich nach Dublin wollte, ging es mir ziemlich dreckig. Später, gegen Abend zu, hat es sich etwas mehr eingependelt, was aber auch damit zusammenhängt, daß ich da in Howt im Freien war, und mehrere Stunden einfach allein laufen konnte. +

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+ Insgesamt war es ein »Nicht-Urlaub« von einer Art, die ich noch gut ertragen kann. Dieses kleine Universitäts-Städtchen mutet an wie aus einer andern Zeit, da war die »Quality without a Name«, von der Christopher Alexander spricht. Und zum Glück muß ich dort nicht leben. Das Hotel war mindestens eine Kategorie zu edel für mich, aber ich konnte gut unerkannt bleiben, die Leute in Irland sind wirklich auf eine unaufdringliche Art zugewandt, und ich hab mich sehr wohl gefühlt. Vom Hotel aus war alles fußläufig zu erreichen, die wüste Welt der Automobile war zwar zu hören, aber nur auf der anderen Seite. Und zum Glück gibt es praktisch nichts "Sehenswertes" im Maynooth. +

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+ Wenn ich nur bedenke, was Daniela garde im Moment mit ihrer LItauen-Bildungsreise alles um die Ohren geworfen bekommt, dann graut mir, und ich fühle mich verloren. Was für ein lehrer und eitler Betrieb das alles. +

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@@ -539,6 +1761,18 @@ + + + + + + +

+ Titel: Reading Video data with IO_URING +

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